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Vom Fortschritt verschont: Meterweise Handarbeit.
Die Technische Dokumentation ist ein prädestiniertes Einsatzgebiet für moderne Informationstechnologie. Stellt sich die Frage, warum gerade dieser arbeitsintensive, von zahlreichen Routinen geprägte Bereich bislang vom Fortschritt verschont wurde. Die Antwort ist einfach: der Rationalisierungsfokus beschränke sich meist auf die Glieder der Wertschöpfungskette, die maßgeblich zum Gewinn beitragen können. Von der Technischen Dokumentation, schlicht und einfach ein "Muss" im Lieferumfang einer Anlage, war das offenbar am wenigsten zu erwarten. Dabei liegt gerade hier Potenzial, das beträchtlich zu Buche schläg. Der Blick ins Detail fördert jede Menge Verbesserungwürdiges zutage: In der Regel werden beim Bau einer Anlage etliche Tausend Teile von Hunderten Lieferanten auf x-beliebige Weise - meist in Word und immer wieder aufs Neue - erfasst und dokumentiert. Das Resultat sind mehr oder weniger willkürlich gestaltete Formulare in verschiedensten Dateiformaten, von denen ein Großteil in der Technischen Redaktionsabteilung erst einmal eingescannt und aufbereitet werden muss. Dokument für Dokument, Blatt für Blatt reinste Handarbeit, die feinsäuberlich abgelegt meterweise Wandschränkefüllt. Wir sprechen hier, je nach Projektumfang von Größenordnungen zwischen 300 und 16.000 Ordnern!
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